Ist ein psychologischer Berater das Richtige in meiner Situation? 6 ausschlaggebende Gründe, die dafür sprechen.

Die Frau, die sich ihrem Partner nicht mehr verbunden fühlt und trotz Kinder über eine Trennung nachdenkt.
Der Mann, der in seiner Arbeit oder gar seinem Leben gerade keinen Sinn mehr findet und nicht weiß wohin mit sich und seinen Gedanken.
Das Mädchen, das in der Schule oder Universität keinen Anschluss findet und sich zunehmend isoliert und in Einsamkeit verzweifelt.

Die Auslöser warum psychologische Unterstützung in Anspruch genommen wird sind also vielfältig. Sie reichen von Herausforderungen des alltäglichen Lebens bis hin zur Verarbeitung nach einem traumatischen Erlebnis. Allein diese Tatsache macht deutlich, dass sicherlich jeder Mensch irgendwann in seinem Leben vor einer Aufgabe steht, die er nicht zu meistern glaubt.

Vielleicht hast auch Du schon Ähnliches erlebt oder eine Frage, die dich schon geraume Zeit plagt. Oder Du erfährst immer wieder dieselbe Situation und fragst Dich woran das liegen könnte.
Und jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben in diesen Situationen einen Gesprächspartner zu haben, der ihm in dieser Zeit zur Seite steht.

Doch die Realität zeigt, dass der Gang zum Psychologen, Psychotherapeuten oder Psychiater einige Hürden bereithält. Zudem sind Fragestellungen wie die oben genannten bei einem psychologischen Berater oftmals besser aufgehoben als bei einem Therapeuten, der von den Krankenkassen finanziert wird. Welche weiteren Gründe dafür sprechen, dass Du zu einem psychologischen Berater gehen solltest, ist im Folgenden aufgelistet:

Welche Vorteile bietet der Gang zum psychologischen Berater?

  1. Keine Auseinandersetzung mit der Krankenkasse oder mit Behörden
    Sowohl Psychiater als auch Psychotherapeuten und Psychologen im klinischen Setting arbeiten in der Regel mit Krankenkassen zusammen.
    Das bedeutet zum Einen zwar Kostenübernahme, zum Anderen bedeutet das jedoch auch, dass man gegenüber seiner Krankenkasse komplett durchsichtig wird.
    Diagnose, ggf. Medikation und Krankschreibungen müssen an die Kasse weitergeleitet werden. Diese Informationen werden in die Datenbank übernommen und gespeichert. Dadurch kann es in der Zukunft zu Problemen kommen.
    Gerade im Beamtenbereich kann eine diagnostizierte psychische Erkrankung dazu führen, dass eine Verbeamtung sich verzögert oder gar nicht stattfindet.
    Und auch beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder bei einem Kassenwechsel kann das zu unangenehmen Situationen und Fragen führen.

    Im Gegensatz dazu ist ein psychologischer Berater nicht dazu verpflichtet die Daten an irgendein System weiterzuleiten. Es wird auch nirgends vermerkt, dass Du bei einem psychologischen Berater warst.
    Im Gegenteil! Das Thema Datenschutz und Vertraulichkeit der Daten steht an oberster Stelle. Du alleine bestimmst ob irgendeine andere Person außer Dir von Deiner Beratung und den Inhalten derer erfährt. Zudem entfällt der bürokratische Aufwand komplett. Krankenkassen fordern in der Regel ein Gutachten und einen Antrag durch den behandelnden Therapeuten. Bei einer psychologischen Beratung kannst Du nach einem Erstgespräch direkt loslegen.
  1. Kurze Wartezeit
    Mit fast 1500 Psychotherapeuten gilt München als überversorgt. Doch die Realität zeigt ein anderes Bild: Bis zu 22 Wochen wartet man hier durchschnittlich auf einen Therapieplatz (stand Februar 2021). Also fast 6 Monate, die vergehen und die viele Patienten vor große Herausforderungen stellen. Die Wartezeit ist in den letzten Jahren sogar kontinuierlich gestiegen!

    Wenngleich ein psychologischer Berater eine klare Grenze ziehen sollte zwischen psychischen Erkrankungen und Problemen, bei denen man wirklich zielführend unterstützen kann, so kann auch eine psychologische Beratung ein erster Schritt sein, bevor man eine tatsächliche Verhaltens- oder psychoanalytische Therapie beginnen möchte.
    Durch meine Ausbildung in Gesprächstherapie beim Nummer gegen Kummer e.V. weiß ich um die Kraft von langen und wichtigen Gesprächen. Sich wahrgenommen und verstanden fühlen, lässt meist bereits eine große Last von den Schultern fallen. Gemeinsam erarbeitet man in psychologischen Beratungsgesprächen Ideen wie man die aktuelle Situation meistern kann.

    Bei einem psychologischen Berater gibt es kürzere Wartezeiten. Bereits nach 1-2 Wochen kann ich in der Regel einen Platz zu regelmäßigen Gesprächen anbieten.
  1. Freie Auswahl der Behandlungsmethode
    Psychotherapeuten sind per Gesetz verpflichtet nach 4 staatlich zugelassenen Methoden zu arbeiten.
    Die analytische Psychotherapie, die tiefenpsychologische fundierte Therapie, systemische Therapie sowie die Verhaltenstherapie.
    Neben diesen Methoden gibt es jedoch noch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten wie Familienaufstellung, Kunst- oder Gestalttherapie, Hypnotherapie, etc. Auch neueste Ansätze aus Studien können nicht zeitnah in die Liste bestehender staatlich zugelassener Methoden eingebunden werden.

    Da bei einem psychologischen Berater keine Restriktionen diesbezüglich bestehen, kann immer mit den aktuellsten Methoden gearbeitet werden.

    Als Beispiel: Die systemische Therapie wurde erst 2020 in den zugelassenen Methodenkatalog aufgenommen. Psy. Berater und Heilpraktiker für Psychotherapie arbeiteten bis dato bereits seit mehreren Jahren mit dieser Methodik.
  1. Freie Auswahl des Therapeuten
    Unter der 116117, der Terminservicestelle Deines Bundeslandes kannst Du Dich für eine Therapie anmelden. Ein Mitarbeiter weist Dir dann einen Termin bei einem freien Therapeuten zu.
    Bevor man eine Psychotherapie beginnt, hat man in der Regel die Möglichkeit bei mehreren Therapeuten an sechs probatorischen Sitzungen teilzunehmen. Dies dient dem Zweck den richtigen Therapeuten für sich zu finden.
    Doch auch hier zeigt ein Blick in die Realität, dass man bei seinem Wunschtherapeuten oftmals eine zu lange Wartezeit hat. Schon allein bis zur ersten Sitzung wartet man gerne bis zu 4 Wochen.

    Da ein psychologischer Berater schneller Termine anbieten kann, kannst Du Dir bei so vielen Behandlern wie Du möchtest einen Ersttermin vereinbaren und den Berater kennenlernen. Am Ende entscheidest Du Dich für den, bei dem Du das beste Bauchgefühl hast.
  1. Mitspracherecht zur Dauer der Beratung
    Eine Stunde bei einem Therapeuten hat in der Regel ca. 50 Min. Dabei passiert es nur selten, dass eine Doppelstunde gebucht werden kann. Auch über die Dauer der Therapie kannst Du nicht frei entscheiden. Dabei werden normalerweise 12 Stunden angesetzt, bei Langzeittherapien bis zu 80.

    Nicht so bei der Alternative.
    Doppelstunden können gebucht werden und oftmals sparst Du Dir dabei sogar noch.
    Des Weiteren kannst Du selbst bestimmen wie viele Stunden Du insgesamt nehmen möchtest.
    Nach dem ersten Beratungsgespräch erstelle ich eine Art Roadmap, die zeigt wie ich die Beratung für Dich aufbauen würde, um ein zuvor definiertes Ziel zu erreichen. Das kann sich selbstverständlich innerhalb der Stunden immer wieder ändern. Je nach Deinem eigenen Ermessen verkürzen oder verlängern wir unser Engagement.

  2. Steuerliche Geltendmachung der Kosten
    Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten einer Psychotherapie für einen vereinbarten Zeitraum. Private Krankenkassen haben oftmals andere Satzungen und es kann sein, dass eine Selbstbeteiligung bleibt.

    Wenngleich eine psychologische Beratung nicht von den Krankenkassen übernommen wird, so kann ein Teil der Kosten in der Steuererklärung abgesetzt werden. Entweder als Werbungskosten oder als außergewöhnliche Belastung.
    Gerade für Selbstständige ist es darum wichtig zu erwägen mit einem psychologischen Berater zusammenzuarbeiten.
    Mehr Informationen zur steuerlichen Geltendmachung erfährst Du beim Steuerberater Deines Vertrauens.


Fazit


Viele entscheiden sich aus einem oder mehreren der genannten Gründe für einen psychologischen Berater. Dir muss jedoch bewusst sein, dass diese keine Psychotherapie anbieten dürfen.

Die Anforderung an Klienten ist dementsprechend:

  1. Psychische Gesundheit:
    Solltest Du bereits eine Diagnose erhalten haben und derzeit unter dieser Erkrankung leiden, ist ein psychologischer Berater nicht die richtige Anlaufstelle zur langfristigen Besserung Deiner Erkrankung.
    Solltest Du noch keine Diagnose erhalten haben, lohnt es sich ein Beratungsgespräch anzufordern. Als studierte Psychologin kann ich Dir Auskunft darüber geben, ob Du bei einer staatlichen Therapie besser aufgehoben wärst.
    Bei „leichten“ Symptomen können wir Die Wartezeit mit Gesprächen und Übungen überbrücken.
  2. Wille aktiv bei der Behandlung mitzuarbeiten:
    Am Ende des Tages zählt nicht, was andere für Dich tun. Vielmehr erfährst Du Besserung durch Dein eigenes aktives Tun. In den Beratungsgesprächen erkennen wir gezielt Dein Problem, erarbeiten ein Ziel und erstellen Schritte wie Du dorthin gelangen kannst. Das erfordert stets, dass Du bereit bist selbst für Dein Ziel zu arbeiten.

Du bist Dir nicht sicher, ob Dir eine psychologische Beratung helfen kann? Kein Problem!
In einem Erstgespräch finden wir das schnell heraus – also melde Dich direkt über das Kontaktformular, per E-Mail oder Telefon. Ich freue mich auf Deine Kontaktaufnahme!

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